Autographen & Bücher · Eberhard Köstler · Fiedererstraße 1 A · 82327 Tutzing


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Eberhard Köstler
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Veröffentlichungen

"Aus der Musik- und Theaterwelt" - Die Autographensammlung von Fritz Donebauer

"Die moderne Technik rückt unaufhaltsam vorwärts, schon tritt die Schreibmaschine mit Tinte und Feder überall erfolgreich in Wettbewerb. Eigenhändig geschriebene Briefe bedeutender Männer werden bald noch viel größere Raritäten werden als ehedem."

Welches Klagelied würde der Verfasser dieser mit "Prag, Ende Februar 1908" datierten Zeilen, der Musikschriftsteller Richard Batka (1868-1922), erst heute anstimmen, wenn er sich außer mit der Schreibmaschine auch noch mit Telefon, Telefax, Computer und E-Mail konfrontiert sähe? Seine Einschätzung von der steigenden Seltenheit zeitgenössischer Autographen gilt heute noch viel mehr, als bei ihrer Veröffentlichung vor 100 Jahren.

Damals, genauer gesagt vom 6. bis zum 8. April 1908, wurde von der Firma J. A. Stargardt in Berlin eine der bedeutendsten Autographensammlungen des späten 19. Jahrhunderts versteigert, die "Sammlung Fritz Donebauer - Prag". Über die Geschichte dieser wichtigen Sammlung ist nicht sehr viel bekannt. Der hundertste Jahrestag der Versteigerung gibt Anlass, einmal etwas näher hinter die Kulissen zu blicken.


Eberhard Köstler: „Aus der Musik- und Theaterwelt.“ Die Autographensammlung von Fritz Donebauer. In: Aus dem Antiquariat NF 6 (2008), Nr. 4


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Donebauer

Sammlung Fritz Donebauer-Prag - Versteigerung vom 6. bis 8. April 1908 durch J.A. Stargardt 

 
Bücher Bücher Bücher Bücher - Aus der Blütezeit der Münchner Bibliophilie

Büchern bin ich zugeschworen,
Bücher bilden meine Welt.
Bin an Bücher ganz verloren,
Bin von Büchern rings umstellt.

„Ja, auch Bibliophile haben ihre ‚Hymne’“. Als das Lied zum ersten Mal „aus voller Wolfs-Kehle“ am 5. April 1930 auf der Jahresversammlung der Gesellschaft der Münchner Bücherfreunde erklang, war dies nicht nur der Höhepunkt, „sondern zugleich bereits auch schon der Abgesang auf die Blütezeit der Münchner Bibliophilie“. Im Mittelpunkt standen Persönlichkeiten wie Karl Wolfskehl, Carl Georg von Maassen oder Rolf von Hoerschelmann und Vereinigungen wie die Gesellschaft der Münchner Bibliophilen (1907-1913), die Gesellschaft der Münchner Bücherfreunde (1923-1931) und Die Mappe (1926 bis heute). Ihnen spürt der Festvortrag nach, den Eberhard Köstler anlässlich der Jahresversammlung der Gesellschaft der Bibliophilen im März 2008 gehalten hat und der nun in Imprimatur, Band XXI, in gedruckter Form vorliegt.

Eberhard Köstler: Bücher Bücher Bücher Bücher. Aus der Blütezeit der Münchner Bibliophile. In: Imprimatur. Ein Jahrbuch für Bücherfreunde. Herausgegeben von Ute Schneider im Auftrag der Gesellschaft der Bibliophilen, München. Neue Folge XXI  (2009). S. 259-286.

"Imprimatur - Das Jahrbuch für Bücherfreunde" erscheint im Auftrag der Gesellschaft der Bibliophilen: www.bibliophilie.de


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Maassen 1920

Carl Georg von Maassen in seiner Münchner Bibliothek, um 1920 

 
Max Ziegerts

... „Der lange schöne Ludolph, der stets in schwarzem Anzug und Zylinder ging“ ... „Dr. Friedländer, ein kleiner lebhafter Herr, eine Stargardt sehr verwandte Erscheinung mit weißem kurzen Vollbart, goldener Brille und türkischem Fez“ … Jacques Rosenthal, „in seiner Jugend feurig und schwarzlockig, ein wenig der schöne Mann, unermüdlich In- und Ausland bereisend, bildete er eine wünschenswerte Ergänzung des älteren Bruders“ … „Ich habe diese persönliche Macht der Suggestion nur noch in gleichem Maße gefunden bei Karl W. Hiersemann“ … Völker „ hatte so das Aussehen eines katholischen Geistlichen, daß es vorkam, daß katholische Kinder ihm die Hand küßten, in der Meinung, Hochwürden begegnet zu sein“ … Hirsch „fesselt sein Publikum durch seine liebenswürdige und stets hilfsbereite Persönlichkeit … in Berlin, Wien, Paris ist er zu Hause, wie am Münchener Dult-Platz – man muß ihm gut sein“ … „Ich erinnere mich, daß ich (Stargardt) einmal in vergeblichem Kampfe mit einer Katzenmutter fand, die sich auf einem Stoß Folianten häuslich niedergelassen hatte und ihre ganz Kleinen verteidigte“ …

Max Ziegert, 1852 im sächsischen Eilenburg geboren, absolvierte eine Lehre bei J. A. Stargardt und arbeitete bei Ludwig Rosenthal in München, bevor er 1899 sein eigenes Geschäft in Frankfurt in der Hochstraße 3 gründete. Dort pflegte er nicht nur mittags mit seinem prominenten Gegenüber Simon Leopold Baer (Firma J. A. Baer) spazieren zu gehen, er ging auch in den europäischen Antiquariaten und Auktionshäusern von Berlin bis München, Dresden, Köln, Leipzig, Paris und London ein und aus. Mit scharfem Blick und ironischer Feder „silhouettierte“ er dabei seine Kollegen. Auf diese Weise entstand das Porträt einer ganzen Generation von Antiquaren, Kunst- und Autographenhändlern an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, das 1916 als Sonderdruck und in loser Folge im "Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel" erschien. Nun liegen die "Schattenrisse" in einer kommentierten Neuausgabe mit einem Nachwort von Reinhard Wittmann vor - ergänzt durch briefliche Reaktionen der „Silhouettierten“ und Auszügen aus Ziegerts weiteren, heute kaum mehr zugänglichen Artikeln, in denen dieser berühmte wie fast vergessene Größen des Antiquariatsbuchhandels besucht und auch den Antiquarinnen, die man damals noch „Fräulein“ nannte, seine „Reverenz“ erweist.

Max Ziegert, Schattenrisse deutscher Antiquare. Persönliche Erinnerungen aus den Jahren 1870 bis 1915. Neu herausgegeben von Reinhard Wittmann, Eberhard Köstler und Barbara Werner van Benthem. Verband Deutscher Antiquare e.V., 2009. Mit zahlreichen Abbildungen. Preis: 20 € (inklusive Versand) ISBN: 978–3–9812223–3–3

Bibliophile Neuausgabe, typographisch gestaltet von Friedrich Pfäfflin, zum 60. Jubiläum des Verbandes Deutscher Antiquare am 10. Juni 2009. Hundert signierte Exemplare wurden der Gesellschaft der Bibliophilen anlässlich der Bibliophilen-Tage 2009 gestiftet.

Zu bestellen beim Verband Deutscher Antiquare

 




Ziegert, Schattenrisse

Max Ziegerts "Schattenrisse deutscher Antiquare" 

 
Von Schätzen und Scharteken - Die Sammlung Reinhard Wittmann

„Was bleibet aber stiften die Antiquariatskataloge.“ -  „Für Normalsterbliche von bleierner Langweiligkeit, für Bibliomanen eine faszinierende Lektüre.“

Während der 47. Stuttgarter Antiquariatsmesse präsentierte der Buchwissenschaftler und Historiker Reinhard Wittmann der Öffentlichkeit seine Sammlung von Antiquariatskatalogen des 19. Jahrhunderts. Konzipiert von Friedrich Pfäfflin, schlug die viel beachtete Ausstellung ein bisher unbekanntes Kapitel der Geschichte des Antiquariatsbuchhandels auf. Dazu erschien ein reich illustrierter Katalog mit einem Essay von Reinhard Wittmann und einem Vorwort von Eberhard Köstler. Sie können den Katalog beim Verband Deutscher Antiquare e.V. per E-Mail bestellen.

Von Schätzen und Scharteken. Antiquariatskataloge im 19. Jahrhundert. Einführung und Katalog von Reinhard Wittmann. Vorwort von Eberhard Köstler. Ausstellung und Katalogeinrichtung: Friedrich Pfäfflin. Stuttgart, Verband Deutscher Antiquare e.V., 2008. 72 Seiten. Mit zahlreichen Illustrationen und 1 doppelblattgroßen Farbtafel. Broschiert (18 Euro).




Von Schätzen und Scharteken

Von Schätzen und Scharteken 

 
Das Entsetzen aller seiner Biografen

“Während Freud und Zweig als Zeitgenossen gut miteinander bekannt waren,
kreuzte Mozart beider Lebensweg eines Tages gleichzeitig und auf ungewöhnliche Weise ...“

Ein Brief Wolfgang Amadeus Mozarts an sein Augsburger Bäsle vom 5. November 1777. Anlässlich des 175. Geburtstages des Komponisten im Jahr 1931 erstmals vollständig faksimiliert, eingeleitet und beschrieben von Stefan Zweig und im selben Jahr von Sigmund Freud in einem Brief kommentiert.

Im Jahr 2006 aus Anlass des 250. Geburtstages Mozarts, des 150. Geburtstages Freuds sowie des 125. Geburtstages Zweigs als Freundschaftsgabe neu aufgelegt von den Antiquariaten Inlibris und Eberhard Köstler. Bearbeitet von Oliver Matuschek. Tutzing und Wien 2006. 31 Seiten. (ISBN 3-9501809-2-3)




Mozart

Das Entsetzen aller seiner Biografen ... 

 

 
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